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Hinweis
11.2012




CHur : Barbara Müller


von: Gisela Kuoni

  
Barbara Müller · Balloons Aren't Known for Speed›, 2011, 2 C-Prints, gerahmt, 70 x 55 cm


Barbara Müllers Herantasten an eine Arbeit hat wissenschaftliche Züge. Ihren Werken liegen langwierige theoretische Überlegungen zugrunde, sie interessiert sich für physikalische Erscheinungsformen, philosophische Zusammenhänge. Man muss sich ihren Arbeiten suchend, am besten mit Hintergrundinformationen nähern. In der Veränderung der Arbeiten thematisiert sie die Zeit und deren Wirkung. Sie fängt Licht ein, stellt durch Licht bewirkte Veränderungen dar. Sie stabilisiert Bewegung, hält Strömungen an, fügt kleinste Teilchen unwiderruflich zusammen und bildet daraus Neues. So wirkt die Vielzahl feinster Tintenpunkte auf grossformatigen Papierbahnen in der mehrteiligen Rauminstallation ‹Schwarm›, 2012, wie ein Insektenschwarm oder wie über ein Magnetfeld gestreute Eisen­späne. Eine zweiteilige Foto-Wandarbeit, ‹Balloons Aren't Known for Speed›, 2011, hält an Ketten gebundene Luftballons fest, denen der Lauf der Zeit das Volumen genommen hat - erschlafft bleiben sie zurück. Müller erforscht Grenzbereiche im realen und übertragenen Sinn. Davon zeugt eine skulpturale Arbeit aus kreuzartig verschränkten Kunststoffstäben, die an eine Grenzabsperrung erinnert.

Bis: 23.11.2012



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Ausgabe 11  2012
Ausstellungen Barbara Müller [27.10.12-24.11.12]
Institutionen KunstraumSandraRomer [Chur/Schweiz]
Autor/in Gisela Kuoni
Künstler/in Barbara Müller
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