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Hinweis
11.2012




Zürich : Kapital


  
Unbekannter Maler (verm. Odoardo Fialetti) · Empfang des holländischen Botschafters Cornelis van der Mijle durch den Dogen von Venedig im Jahr 1609, Öl auf Holz


Nicht nur in jüngerer Zeit macht der Finanzmarkt weiten Bevölkerungsteilen zu schaffen, die erste Finanzblase, die Tulpenmanie, fand bereits 1636/37 statt . ‹Kapital› inszeniert und analysiert die Entwicklung unserer Ökonomie am Beispiel zweier Städte: Venedig und Amsterdam. Beide gelangten zu Reichtum, weil deren Aufbau mit inklusiven Mechanismen einherging, d.h. möglichst viele Menschen waren in die Entwicklung zum Wohlstand eingebunden. Extraktive Mechanismen, in denen sich eine schmale Elite von der Menge absetzt und diese ausbeutet, führten dann zum Niedergang. Venedig stieg im Mittelalter zur reichsten Stadt der Welt auf, eine frühe Form der Aktiengesellschaft, die Commenda, wurde praktiziert. Zugleich entwickelte sich die Stadt zu einem Ort des Fortschritts, Kultur und Kunst inbegriffen - bis die Oligarchie die Macht für sich allein beanspruchte. In Amsterdams ‹Goldenem Zeitalter›, dem 17. Jahrhundert, hatten sich Frühformen einer heutigen Wohlstandsgesellschaft herausgebildet. Bereits ein Viertel der Bevölkerung gehörte zur Mittelschicht, war am Wohlstand beteiligt und erwarb Aktien - bis Finanzjongleure den Niedergang brachten. Die von Walter Keller kuratierte Ausstellung zeigt alles, was zum Thema gehört, von nautischen Instrumenten bis zu eigens produzierten Filmen und einer kleinen goldenen Publikation.


Bis: 17.02.2013



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Ausgabe 11  2012
Ausstellungen Kapital. Kaufleute in Venedig und Amsterdam [14.09.12-17.02.13]
Institutionen Schweizerisches Landesmuseum [Zürich/Schweiz]
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