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Hinweis
12.2012




Basel/Riehen : Calder Gallery


von: Françoise Theis

  
Alexander Calder, Installation Fonda­tion Beyeler, 2012 © ProLitteris. Foto: Mark Niedermann


Als ‹mobiles› bezeichnete Marcel Duchamp 1931 in Paris die ersten beweglichen Werke von Alexander Calder (1898-1976). Das frz. Wort «mobile» bedeutet sowohl Beweggrund als auch beweglich und beschreibt damit treffend, was Calder in den folgenden Jahrzehnten antrieb. In der Fondation Beyeler wurde ein in sich abgeschlossener Raum mit Werken der Calder Foundation New York eingerichtet, der in den kommenden Jahren in wechselnder Bestückung das Werk des Künstlers zeigen wird. Für Calder bedeutete ein Besuch in Mondrians Pariser Atelier im Herbst 1930 eine Wende hin zu einer nichtfigurativen Kunst. Ausgehend von abstrakten Gemälden, welche sich formal an Mondrian anlehnen, zeigt die erste Präsentation in der Fondation einen exemplarischen Überblicküber das Gesamtwerk mit schwebenden und stehenden Mobiles, welche Sartre in seinem Text ‹Les Mobiles de Calder› als seltsame Wesen, halb Materie, halb Leben bezeichnete. Als Übergang zur Sammlung der Fondation eröffnet sich im Foyer ein Dialog zwischen Mondrians ‹Bild Nr. III (Rautenkomposition mit acht Linien und Rot)›, 1938, und zwei Mobiles von Calder. Die Frage, wie Balance entsteht, wird hier von beiden Künstlern auf ganz eigene Weise souverän beantwortet.



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Ausgabe 12  2012
Ausstellungen Calder Gallery [25.05.12-31.12.12]
Institutionen Fondation Beyeler [Basel/Riehen/Schweiz]
Autor/in Françoise Theis
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