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Hinweis
12.2012




Berlin : Geschlossene Gesellschaft


von: Miriam Wiesel

  
Matthias Leupold, Im Kino/Teil II, Berlin 1983 © ProLitteris


Künstlerische Fotografie in der DDR 1949-1989: Mit einem Abstand von zwei Jahrzehnten versucht das Kuratorenteam um Ulrich Domröse, Traditionslinien und fotogra­fische Strömungen herauszuarbeiten sowie Ver­änderungen in Bildsprache und Themen sichtbar zu machen. Eingeteilt in drei Kapitel, werden 250 Fotoarbeiten von 34 Autor/innen vorgestellt. Sie spiegeln allesamt die soziale Realität der DDR wider. Sei es, dass sie, wie im ersten Kapitel, eher abbildend sind - darunter fotografische Positionen wie die von Arno Fischer oder Sibylle Bergemann; sei es, wie in einem weiteren Kapitel, dass sie die Tradition der Moderne aufgreifen. Subjektive und experimentelle Ausdrucksformen waren staatlicherseits (Stichwort: Formalismusdebatte) allerdings jahrelang tabu. Überhaupt hat man, wie Evelyn Richter es ausdrückt, viel «für die Kiste» produziert. Das dritte Kapitel widmet sich der Selbst- und Medienreflexion. Misstrauen gegenüber der Realität und Desillusionierung führen zu einer Beschäftigung mit dem Körper und der eigenen Wahrnehmung. Einen Höhepunkt bildet die fotografische Installation von Jörg Knöfel (1962-2011): ‹Schlachthaus›, 1986/88, ist ein Labyrinth aus Zinkblech, das die Kälte eines industrialisierten Tötens zur Chiffre einer in Auflösung befindlichen Gesellschaft macht.

Bis: 28.01.2013



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Ausgabe 12  2012
Ausstellungen Künstlerische Fotografie in der DDR 1949-89 [05.10.12-28.01.13]
Institutionen Berlinische Galerie [Berlin/Deutschland]
Autor/in Miriam Wiesel
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