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Hinweis
12.2012




Kreuzlingen : Patrick Kull und Max Daetwyler


  
Bertold Brecht (v. rechts) bei einer Ansprache von Max Daetwyler in Zürich 1933


Über die Grenzen der Kunst hinweg will sich der Kunstraum Kreuzlingen öffnen und Patrick Gull rückt tatsächlich eine ganz kunstfremde Person in den Blick - die allerdings beträchtliches performatives Potential aufweist. Max Daetwyler (1886-1976) - heute fast vergessen - lief mit einer weissen Fahne herum, er hielt öffentliche Reden und unternahm Protestmärsche, in der Schweiz und in vielen europäischen Städten - und das Bild eines Mannes mit weisser Fahne prägte sich ein. Der «Friedensapostel» oder «Schweizer-Gandhi» hatte als erster Schweizer 1914 den Fahneneid verweigert, woraufhin er - bis heute unwiderrufen - für unzurechnungsfähig erklärt wurde. Patrick Kull hat sich schon mehrfach mit Daetwyler auseinandergesetzt. In ‹Max Daetwyler (1886-1976) - Was wa(h)r› werden Dokumente aus dem Leben des Friedensaktivisten Kunstwerken Kulls gegenübergestellt, wobei der Künstler Lücken in der Geschichtsschreibung mit eigenen Kreationen füllt. Das Nebeneinander von echten und fiktiven Zeugnissen erzeugt ein Spannungsfeld, das zum Hinterfragen und Prüfen der gelieferten Informationen anregt. Und um die Besucher/innen nicht gänzlich in der Schwebe zu lassen, wurde eine kleine hilfreiche Publikation produziert. Gastkuratorin: Christiane Hoefert.


Bis: 27.01.2013


Gesprächsrunde und Apéro, Sonntag, 13.1., 11 Uhr



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Ausgabe 12  2012
Ausstellungen Rudy Decelière, Patrick Kull [10.11.12-27.01.13]
Video Video
Institutionen Kunstraum [Kreuzlingen/Schweiz]
Künstler/in Patrick Kull
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