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1/2.2013




Genève : Food


von: Alice Henkes

  
Miralda · Reserva Natural, 2002-2012


Essen ist nicht nur Kalorienzufuhr, es ist Lust und Last, sozialer Kitt und biologische Notwendigkeit und für viele Menschen ist die Sorge um ausreichende Nahrung nach wie vor eines der grössten Probleme. Mit der Ausstellung ‹Food› möchte die Organisation Art for the World das Thema Nahrung auf künstlerische Weise angehen. Kuratorin A. von Fürstenberg hat eine Schau mit 27 internationalen Positionen zusammengestellt, die sich ernsthaft oder spielerisch mit dem Essen in all seinen Bedeutungsvarianten auseinandersetzen. Oft erhält das Essen dabei symbolische Bedeutung. In Marina Abramovics Video ‹The Onion›, 1996, wird der Verzehr einer rohen Zwiebel zum Sinnbild einer Gesellschaft, die viele Menschen zwingt, schwer verdauliche Lebensumstände zu schlucken. In Subodh Guptas Objekt ‹Curry 2›, 2005, reflektiert eine Ansammlung von Kochgeräten aus Edelstahl die sozio-ökonomische und kulturelle Vielfalt im heutigen Indien. Der Spanier Miralda inszeniert die Bedeutung von Nahrung, indem er rote Bohnen zu Totenschädeln zusammensetzt. Frei von didaktischen Ambitionen ist der Film ‹Beefsteak (Résurrection)›, 1968, von Daniel Spoerri und Tony Morgan, der den Verzehr eines Steaks in umgekehrter Richtung zeigt. Die prominent besetzte Schau wird nach der Premiere in Genf auch in Frankreich, Italien und Brasilien gezeigt.

Bis: 24.02.2013



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Ausgabe 1/2  2013
Autor/in Alice Henkes
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