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3.2013




Clermont-Ferrand : Samuel Richardot


von: J. Emil Sennewald

  
Samuel Richardot, Jupiter Eclipse, 2013, ­Courtesy Galerie Balice Hertling, Paris


Der von Künstlern geführte Raum In extenso bündelt seit 2004 die regionale Kunstszene im Zentrum Frankreichs. Wer hier Provinzielles vermutet, irrt: internationale Positionen wechseln sich mit treffsicheren Zeitgenossen ab, die Bewegung in Festgefahrenes bringen. Samuel Richardot (*1982, Aurillac) gehört dazu. Er ist einer von jenen, die der Malerei neuen Drive geben. Weniger verspielt als Jessica Stockholder, weniger geometrisch als Imi Knoebel oder Blinky Palermo, arbeitet er an einer Grammatik des Malerischen, legt Formen, Komposition und bildnerische Echos frei, welche die Seherwartung ans Gemalte formen. «Ich begreife das wie eine Art Partitur oder eine Choreographie, die ich während der Arbeit an einer Leinwand entwickle», erklärt Richardot. «Es geht mir um die Struktur der Malerei, wie um die einer Sprache.» Hat er das zunächst mit sparsam bemalten Leinwänden unternommen, so zeigt er in ‹Jupiter Eclipse› in ein volleres, von Science-Fiction-Ästhetik der Siebzigerjahre angestecktes Malen. Breite, lasierende Pinselwürfe erinnern an Renée Levi. Wie sie hat er ein starkes Interesse fürs Szenische - doch er ist kein Performer. Seine Arbeiten analysieren ohne inszenierte Expressivität Vokabular und Syntax der Malerei. Dass dabei ästhetisch Ansprechendes entsteht, ist ein Grund mehr, ihn nicht aus den Augen zu verlieren.

Bis: 09.03.2013



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Ausgabe 3  2013
Ausstellungen Samuel Richardot [24.01.13-09.03.13]
Institutionen IN EXTENSO [Clermont-Ferrand/Frankreich]
Autor/in J. Emil Sennewald
Künstler/in Samuel Richardot
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