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Hinweis
4.2013




Basel : Christine Boillat


von: Yvonne Ziegler

  
Christine Boillat · Racines, 2012, Kohle Bleistift und Acryl auf Papier, 210x150 cm


Kohle lässt sich unmittelbar mit der Hand auftragen. Daher ist sie für die in Zürich lebende Künstlerin Christine Boillat (*1978) zum bevorzugten Ausdrucksmittel geworden. In der Galerie Laleh June zeigt die Welschschweizerin unter dem Titel ‹Accidents and Ceremonies› erstmals riesige Kohlezeichnungen. Eine geheimnisvolle Stille bestimmt die Atmosphäre ihrer Blätter. Auf einem Waldweg liegt ein verunglücktes Auto, dessen Licht eine Karawane unzähliger Fliegen anzieht. Sie eilen zum Begräbnisfestmahl, während im Vordergrund grosse Fliegen das Geschehen beobachten. Eine Spieldose liegt am Boden. Sie ist Teil von Boillats persönlicher Ikonografie, setzt sie diese doch seit mehreren Jahren in Installationen ein. So auch in Basel, wo in der Mitte des Raumes zerstörte schwarze Möbelstücke zu sehen sind, aus denen ab und an ein vereinzelter Ton klingt. Ein Unfall hat die Zeit angehalten. Eine Mischung aus traumhafter und durch Katastrophen verlangsamter Zeit beherrscht ihre Arbeiten. Mit Fliegen, toten Vögeln, Früchten, Möbeln und Licht gestaltet sie eigenwillige, gezeichnete und reale «nature morte», inspiriert von den geheimnisvollen Worten Hermes Trismegistos: «Siehe, das Oberste kommt vom Untersten, und das Unterste vom Obersten».

Bis: 13.04.2013



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Ausgabe 4  2013
Ausstellungen Christine Boillat, Kelly McCallum [28.02.13-10.05.13]
Institutionen Laleh June Galerie [Basel/Schweiz]
Autor/in Yvonne Ziegler
Künstler/in Christine Boillat
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