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Hinweis
4.2013




Berlin : F. Morellet und G. Förster


von: Yvonne Ziegler

  
Gunda Förster · Murmeln, 2013. Foto: Jens Liebchen ©ProLitteris


Anlässlich des 50. Jahrestages des Élysée-Vertrags sind im Kunst-Raum des Deutschen Bundestages Lichtkunstarbeiten von François Morellet und Gunda Förster zu sehen. Der berühmte französische Künstler zeigt neben einer abstrakten Arbeit, die aus roten Neonlichtkreisen besteht, die im unterschiedlichen Rhythmus eines ausgeklügelten Systems an- und ausgehen, auch figurative Arbeiten. Im strengen Duktus weisser Neonröhren sind schemenhaft Duchamps ‹Fontain› oder Manzonis ‹Merda d'Artista› eingelassen. Eine spitzbübische Ironisierung von Kunstwerk- und Künstlerkult. Gunda Förster hingegen hat eine Rauminstallation aus Leuchtkästen entwickelt, in denen sich Glasmurmeln befinden. Vor einem feinen Lichtgitter vor- und zurückspringend, werfen die transparenten, durchgefärbten oder mit bunten Einschlüssen durchsetzten Glaskugeln Lichtlinien in unterschiedliche Richtungen. Je nach Standort verändert sich das Leuchtkastenbild und lässt an die kinetischen Vorläufer der Gruppo T aus den Sechzigern denken. Försters schimmernde Lichtquadrate nehmen die Fliesengrössen des Bodens und die Transparenz der grossen Fenster auf. Ein konkretes Werk, das Momente der Erinnerung, des Spiels und des Poetischen umfasst. So ist der Betrachter an anderer Stelle aufgerufen, die Hände in ein Murmelmeer zu tauchen.

Bis: 05.05.2013



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Ausgabe 4  2013
Ausstellungen Gunda Förster, François Morellet [16.01.13-05.05.13]
Institutionen Kunst-Raum im Deutschen Bundestag [Berlin/Deutschland]
Autor/in Yvonne Ziegler
Künstler/in François Morellet
Künstler/in Gunda Förster
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