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Hinweis
4.2013




Genève : Vanessa Billy


von: Alice Henkes

  
Vanessa Billy · Clear as Mud, 2013, Glas, Glühbirne, Elektrokabel, Wasser, Schlamm. Dimension variabel. Courtesy BolteLang, Zürich


Eine transparente Plastikbahn zieht sich durch den Raum, unregelmässig bemalt in hellem Gelb, das an warm-gleissenden Sonnenschein, aber auch an zitronensaure Frische denken lässt. Letzteres auch, da zwei Zitronen wie Tischdeckenbeschwerer an der ‹sun touch›, 2013, betitelten Folie hängen. Mit kleinen Ein­griffen verwandelt Vanessa Billy profane Dinge in mehrdeutige Objekte. Formbarkeit von Materialien haben zentrale Bedeutung im Werk der in Zürich und London lebenden Künstlerin. Gern arbeitet sie mit objets trouvés wie jener verbeulten Blechtonne, der von Zeit zu Zeit weisser Rauch entsteigt: ‹Vider la terre pour remplir le ciel›, 2013. Poetisch spielt der Titel auf die verschiedenen Aggregatzustände von Stoffen an, die alte Tonne lässt an Benzinfässer denken und den sorglosen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Auf subtile Art tippt die Künstlerin auch gesellschaftliche Fragen an. Ein bernsteinfarben schimmerndes Mauerstück aus Polyester erinnert an dicken, ungesunden Zuckersirup. Kleine Plastikbeutel mit lebendem Fischfutter dienen in ‹La soupe première› als Sinnbilder zahlreicher Lebenspotenziale, die in ihrer Umgebung, einem äusserst nüchternen Drahtregal, unausgeschöpft bleiben. Zur Ausstellung erscheint eine kleine Publikation.

Bis: 13.04.2013



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Ausgabe 4  2013
Ausstellungen Vanessa Billy [22.02.13-13.04.13]
Institutionen Piano Nobile [Genève/Acacias/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Vanessa Billy
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