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4.2013




Köln : Thea Djordjadze


von: Sabine Elsa Müller

  
Thea Djordjadze · Ohne Titel, 2011 ©ProLitteris, Courtesy Monika Sprüth, Köln


Die gebürtige Georgierin Thea Djord­jadze (*1971, Tiflis) und Absolventin der Klasse Trockel an der Kunstakademie Düsseldorf unterwandert den Universalanspruch der Moderne durch die Einbeziehung eines sehr offenen, teilweise auch biografisch geprägten Formenvokabulars. Filigrane Rahmenkonstruktionen aus Holz oder Metall oszillieren zwischen postmodernem Design und einer auf wenige Basiselemente skelettierten Form freier Plastik. Gegen die minimalistische Sprache dieser ebenso als raumgreifende Zeichnung wie als Display für andere Ausstellungsobjekte lesbaren Module setzt sie subjektive Akzente. Dies geschieht durch die Art der Präsentation, indem Dinge einfach an die Wand gelehnt oder durch disparate Elemente wie folkloristische Teppiche oder mit Gips bestrichener Schaumgummi die Bezüge zu Mobiliar und Körperlichkeit hergestellt werden. Die losen Arrangements zielen auf eine nicht-hierarchische, sondern auf die Beziehungen zwischen den Dingen und ihren Akteuren zielende Struktur. Die Coolness der Inszenierung paart sich mit einer Sehnsucht nach einer persönlichen Berührung. Mit Djordjadze zeigt der Kunstverein eine wichtige Vertreterin interkulturell agierender Positionen, die den Fokus auf die Determiniertheit kultureller Erfahrung richten.

Bis: 31.03.2013



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Ausgabe 4  2013
Ausstellungen Thea Djordjadze [15.02.13-31.03.13]
Institutionen Kunsthalle Lingen [Lingen/Deutschland]
Institutionen Kölnischer Kunstverein [Köln/Deutschland]
Autor/in Sabine Elsa Müller
Künstler/in Thea Djordjadze
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