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Hinweis
4.2013




Winterthur : Fred E. Knecht


von: Lucia Angela Cavegn

  
Fred E. Knecht · Fredis Welt, 2013, Ausstellungsansicht


Fred E. Knecht (1934-2010) war seit den sechziger Jahren ein fester Bestandteil der Zürcher Kunstszene. Schon früh griff er als Maler ökologische Themen auf; mit seinen Dschungelbildern, die Zürich von einer üppigen Vegetation überwuchert zeigen, und seinen Persiflagen von Rudolf Kollers berühmter ‹Gotthardpost› wurde er national bekannt. Als er 1980 seine Galerie A16 neben dem AJZ eröffnete, entstand eine wichtige Anlaufstelle für die Subkultur. Sein Wohnhaus in Thalwil war ein regelrechtes Kunst- und Kuriositätenkabinett. An den Wänden hingen Bilder namhafter Künstler neben solchen seiner Künstlerfreunde, dazwischen alte Plakate seiner ersten Galerie an der Oberen Zäune. Zum ästhetischen Potpourri gehörte auch eine Vielzahl Erinnerungsstücke, die er von seinen vielen Reisen heimgebracht hatte. 2010 verstarb Fred E. Knecht unerwartet. Seine Tochter sah sich mit einer folgenschweren Frage konfrontiert: Was macht man mit einem geerbten Gesamtkunstwerk? Sie entschied sich, das Haus zu behalten, alles zu sichten und einen Teil zu verkaufen. Das Oxyd-Team unter der Leitung von Peter Killer befand, Fredis einmalige Lebenswelt nochmals aufleben zu lassen und zügelte einen Teil des Inventars nach Winterthur. Die labyrinthische Ausstellung ist eine gelungene Hommage an Knecht und dient zugleich der Veräusserung seines immensen Nachlasses.

Bis: 14.04.2013



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Ausgabe 4  2013
Ausstellungen Fred Engelbert Knecht [10.02.13-14.04.13]
Institutionen oxyd Kunsträume [Winterthur/Schweiz]
Autor/in Lucia Angela Cavegn
Künstler/in Fred Engelbert Knecht
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