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4.2013




Zürich : Adela Picón, Gabriel Mazenauer


von: Alice Henkes

  
Adela Picón · Granada, 2012, Acryl auf Baumwolle, je 60x70 cm ©Pro Litteris


Nicht nur Vögel und Schürzen wirken so leicht, als flögen sie, auch Abfallcontainer und Handgranaten: Auf Adela Picóns (*1958) Acrylbildern ist alles in der Schwebe. Die mit dünner Farbe in verhaltenen Tönen und raschem Pinselschwung gemalten Motive wirken wie Bilder, die schlaglichtartig aus dem Schatten der Erinnerung auftauchen und oft ebenso rasch wieder versinken. An jedem Bild hängen zahllose Geschichten, doch nicht alle werden erzählt. Wenn Picón in die Erinnerung eintaucht, streift sie vieles nur, macht dabei aber deutlich, dass das Häusliche und Familiäre ebenso Raum im Erinnerungsschatz hat wie das Profane (die Abfallcontainer) oder das Historisch-Politische (Handgranaten, Gewehre). Mit ihren luftig frischen Bildern kehrt die seit zwanzig Jahren in Bern lebende spanische Künstlerin, die durch ihre Video- und Projektarbeiten bekannt wurde, nicht nur thematisch in die Vergangenheit zurück. Sie studierte Malerei in Barcelona und Bilbao und experimentierte in den Neunzigerjahren mit einer reduzierten Farbpalette, die sie in ihren aktuellen Bildern wieder aufgreift. Kontrapunktisch zu Adela Picóns Bildern zeigt die Ausstellung in der Casa del Arte Skulpturen von Gabriel Mazenauer (*1970). Der Ostschweizer Künstler beschäftigt sich in seinen sehr klaren, kraftvollen Holz- und Steinarbeiten mit klassischen bildhauerischen Fragen nach Form, Material und Raum.

Bis: 19.04.2013



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Ausgabe 4  2013
Ausstellungen Gabriel Mazenauer, Adela Picón [21.03.13-19.04.13]
Institutionen Casa del Arte [Zürich/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Adela Picón
Künstler/in Gabriel Mazenauer
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