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5.2013




Interlaken : Franticek Klossner


von: Alice Henkes

  
Franticek Klossner · Engel der Geschichte, 2013. Selbstporträts in Eis. Foto: Simon Schmid


Seine schmelzenden Köpfe aus Eis, infinite Performances und starke Symbole der Vergänglichkeit, sind längst zum Markenzeichen des Berners Franticek Klossner (*1960) geworden. Auchim Kunsthaus sind zwei Eisköpfe präsent. Als Teile einer raumgreifenden Installation schweben sie über blanken Metallbecken. Zwei Projektionen zeigen einen Schlafenden, der sich unruhig windet. Die Videobilder werden indirekt über den Spiegel der Metallbecken an die Wand projiziert. Füllt sich das Becken mit dem Tauwasser der schmelzenden Eisköpfe, verzerrt sich das Bild der Schlafenden immer mehr. So entsteht eine Atmosphäre der Unruhe, der Unsicherheit. Klossner, der an der hkb in Bern unterrichtet, verweist damit auf den Prozess der künstlerischen Selbstfindung und Positionierung am Markt. Aufmerksam beobachtet er den Weg, den junge Kunstschaffende nehmen, wenn sie auf den Markt drängen. Klossner gelingt es, über poetische Bilder politische Themen zu verhandeln. Gern geht er die Mechanismen der Kunstwelt auch mit entlarvend frechem Witz an. In seinen Märchen, die er in einem Video vom Komiker Müslüm lesen lässt, durchleuchtet er die Gesten von Künstlern, Kritikern und Kuratoren. Mit Schalk knackt er deren Attitüdenpanzer und zeigt so, dass es ihm, wie jedem, der Satire mit Bedacht betreibt, sehr ernst ist mit der Kunst.

Bis: 05.05.2013



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Ausgabe 5  2013
Ausstellungen Franticek Klossner [16.03.13-05.05.13]
Institutionen Kunsthaus Interlaken [Interlaken/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Franticek Klossner
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