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5.2013




Merano : Cindy Sherman


von: Karlheinz Pichler

  
Sherman Cindy · Untitled (Bus Riders 1), 1976, Schwarz-Weiss-Fotografie


Bislang sah die offizielle Cindy-Sherman-Rezeption die berühmte Serie ‹Untitled Film Stills›, 1977-1980, als Beginn der Kunstlaufbahn der Fotografin an. Dass diese Ansicht einer Korrektur bedarf, belegt die aktuelle Ausstellung ‹That'me - That's not me› von Kunst Meran. Das hier ausgebreitete Frühwerk Shermans (*1954, New Jersey) macht deutlich, dass ihre eigentliche künstlerische Produktion früher einsetzte. In der von Gabriele Schor kuratierten Schau ist eine Auswahl von fünfzig Schwarz-Weiss-Fotografien aus der Wiener Sammlung Verbund zu sehen, die Sherman von 1975 bis 1977 schuf, als sie unter dem Eindruck des von Robert Longo und Charles Clough 1974 gegründeten Künstlerzentrums Hallways stand. Sherman warf damals ihr Studium der Malerei über Bord, ‹inhalierte› gleichsam neue Ausdrucksformen wie Fotografie, Film, Performance, Body Art und Konzeptkunst, integrierte diese in ihr Schaffen und produzierte innert kürzester Zeit eine ganz eigene Handschrift. In den damals entstandenen Serien wie ‹Bus Riders›, ‹Murder Mystery›, ‹Line-Up› oder ‹Cutouts› sind bereits alle Anlagen auszumachen, die das Schaffen Shermans bis heute kennzeichnen: Der Hang zur Verwandlung und zur Inszenierung, die Transformation des weiblichen Subjekts, das Interesse am Film und ihre Fähigkeit,mit dem Vehikel Fotografie komplexe Geschichten zu erzählen.

Bis: 26.05.2013



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Ausgabe 5  2013
Ausstellungen Cindy Sherman [31.01.13-26.05.13]
Institutionen Merano Arte [Merano/Italien]
Autor/in Karlheinz Pichler
Künstler/in Cindy Sherman
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