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Hinweis
5.2013




Solothurn : Susan Hodel


von: Sonja Gasser

  
Susan Hodel · Ohne Titel, 2011/2012, 178x186 cm, Kreide auf Leinwand, Leinenzwirn, Courtesy, Thomas und Lorenz Cugini, Zürich, 2011 ©ProLitteris


Christoph Vögele hat eine Ausstellung kuratiert, in der genau hinschauen angebracht ist: Die abstrakten Werke von Susan Hodel (*1962, Lostorf) erscheinen aus der Ferne homogen. Erst aus der Nähe wird deutlich, dass die Flächen nicht gemalt sind, sondern dass die Grundierung dezente Linienritzungen aufweist oder mit Bleistift akribisch ein Raster aufgetragen worden ist. Linien, Struktur und Zeichnung, aber auch Reduktion, Wiederholung und Variation sind zentrale Begriffe, die bei der künstlerischen Ergründung der rohen Leinwand ansetzen. So entpuppen sich vermeintlich aufgemalte Linien entlang der Ränder als Schnitte zwischen einem mehrmals eingesetzten, mit Stichen fixierten quadratischen Stück Leinwand. Die handwerkliche und konzeptuelle Auseinandersetzung mit den grundlegenden Elementen der Malerei - Leinwand, Grundierung, Linie und Farbe - durchzieht das Schaffen der Künstlerin. Gezeigt wird eine geschickte Zusammenstellung von Werken, die in ihrer unspektakulären Erscheinung zur eingehenden Betrachtung geradezu auffordern und spannungsvolle Brüche und Unregelmässigkeiten erst allmählich sichtbar werden lassen.

Bis: 12.05.2013


Kunstmuseum, Publikation, Verlag für ­moderne Kunst Nürnberg



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Ausgabe 5  2013
Ausstellungen Susan Hodel [23.02.13-12.05.13]
Institutionen Kunstmuseum Solothurn [Solothurn/Schweiz]
Autor/in Sonja Gasser
Künstler/in Susan Hodel
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