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Hinweis
5.2013




Zürich : Ann Nelson


  
Ann Nelson · Ohne Titel, 2013, Öl auf Papier, 21x29,7 cm


Wie viele andere Briten im 18. und 19. Jahrhundert hat William Turner die Schweiz bereist und sich von der hiesigen Landschaft inspirieren lassen. In Skizzen hielt er fest, was ihn interessierte, und liess dann in den langen Wintermonaten im Atelier seine Eindrücke in kräftigen Farben neu aufleuchten. Die in Zürich lebende Malerin Ann Nelson (*1960, Stockholm) suchte nun die von Turner gemalten Orte auf, doch, anders als dieser, zog sie im Winter los und malte die Landschaften in den Farbtönen und Lichtverhältnissen, die sie zu diesem Zeitpunkt antraf. Ähnlich wie Rubens, der im «Inkarnat», in samt schillernder Haut, das ganze Farbspektrum gespiegelt fand, spürt Nelson dem überraschend vielfältigen Kolorit von Schneeflecken, verschneiten Wäldern und eingefrorenen Tümpeln nach. Damit setzt sie eine langjährige Recherche fort, die sie wie folgt beschreibt: «Das Interesse bleibt an den zwei Welten von Landschaft draussen, in ständiger Veränderung, und im Atelier - als etwas Gedachtes, als Teil der Kunstgeschichte. Das Besondere an der Landschaftsmalerei ist ausserdem die Zeitlosigkeit. Nimmt man das Narrative weg, so bleibt nur noch die Frage der Gültigkeit der malerischen Ausdrucksform, des zweidimensionalen Schaffens selbst. Schlussendlich geht es um eine Hinterfragung des Mediums.»


Bis: 03.05.2013



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Ausgabe 5  2013
Ausstellungen Ann Nelson [17.04.13-03.05.13]
Institutionen KunstRaum R57 [Zürich/Schweiz]
Künstler/in Ann Nelson
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