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6.2013




München : Frederick J. Kiesler


von: Roberta, De Righi

  
Frederick J. Kiesler · Die Raumbühne auf der ­Internationalen Ausstellung neuer Theatertechnik im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses, 1924 ©Österreichische Nationalbibliothek


Unter dem Titel ‹Die Kulisse explodiert› konzentriert sich die Ausstellung auf den theatralischen Aspekt im Schaffen des zwischen Genie, Grössenwahn und Schrulle changierenden Gesamtkunstwerkers Frederick J. Kiesler (1890, Czernowitz - 1965, New York). Die Schau bietet Kieslers überbordende Ideenwelt in Skizzen, Modellen und Schriften opulent dar und lässt seine ästhetischen Wendungen sichtbar werden - vom Konstruktivismus über den Surrealismus zur organisch-biomorphen Formensprache. 1924 organisierte Kiesler, der weder Kunst- noch Architekturstudium beendet hatte, in Wien die internationale Ausstellung für neue Theatertechnik, für die er das «Leger-Trägersystem» entwickelte. Schon seine ‹Raumbühne› offenbart ihn als totalitären Visionär, der Schauspieler und Text als überflüssig erachtet. Seine Akteure waren Raum, Körper, Bewegung, Licht und Klang. Der 1926 in die USA abberufene Kiesler war begeistert vom Kino, von den Stadien, «Halls und Dancings». Die Dimensionen seines Denkens forderte die Zeitgenossen - und überstieg meist die Möglichkeiten der Realisierung. Er arbeitete an nichts weniger als am «Endless House» und «Endless Theatre»: Eine Höhle, die an einen Riesen-Uterus erinnert. Für obendrauf schlug er, um den Grund optimal auszunutzen, ein schön phallisches Hochhaus vor.

Bis: 23.06.2013



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Ausgabe 6  2013
Ausstellungen Frederick J. Kiesler [21.03.13-23.06.13]
Institutionen Villa Stuck [München/Deutschland]
Autor/in Roberta, De Righi
Künstler/in Frederick J. Kiesler
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