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7/8.2013




Berlin : Pascal Danz


von: Sarah Merten

  
Pascal Danz · grosse blätter 1 + 2, 2013, Öl auf Leinwand, je 200x140 cm © ProLitteris. Foto: Swen Siewert


Firmen, die ihre Räumlichkeiten mit Kunst ausstaffieren, sind keine Seltenheit. Firmen, die in ihren Räumen zweimal jährlich Einzelausstellungen von Kunstschaffenden präsentieren und öffentlich zugänglich machen, hingegen schon. Gegenwärtig bespielt der Schweizer Maler Pascal Danz (*1961, Bangui, Zentralafrikanische Republik) drei grosszügige Räume des Beratungsunternehmens ‹undconsorten›. Seine Arbeiten erproben eine zeitgenössische Haltung zur Malerei - dem traditionsreichsten Medium der westlichen Kunstgeschichte -, ohne sich aber zwingend ihren geläufigen Techniken zu verpflichten.
Wie man etwa Mondrian vereinfacht, zeigt Danz an Scans, in denen er einzig die schwarzen Raster und Flächen der konkreten Malereien mit Wülsten aus Holzleim nachzeichnet und silbern lackiert. Dies verdeutlicht Mondrians reduktionistisches Konstruktionsprinzip. Gegenteilig verfährt Danz, der dem mit üppiger Stuckatur geschmückten Raum noch einen draufsetzt: Zwei grossformatige Malereien mit Ausschnitten welker, blassfarbener Blumen referieren auf flämische Meister oder auch auf Georgia O'Keeffe, bleiben durch die immense Vergrösserung aber abstrakt und vermeiden geschwollene Vanitas-Thematik.

Bis: 02.08.2013



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Ausgabe 7/8  2013
Ausstellungen Pascal Danz [25.04.13-02.08.13]
Institutionen undconsorten LLP [Berlin/Deutschland]
Autor/in Sarah Merten
Künstler/in Pascal Danz
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