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7/8.2013




Köln/Amsterdam : Jo Baer


von: Sabine Elsa Müller

  
Jo Baer · Cadmos' Thicket, 1973, tintenloser Prägedruck handkoloriert mit Öl, 102x76 cm


Malerei oder nicht Malerei: Das war im New York der sechziger Jahre eine Frage, an der Freundschaften zerbrechen konnten. Jo Baer (*1929, Seattle) nahm Ausgrenzung und Schmähungen von Seiten der männlichen Kollegen in Kauf, um den Beweis anzutreten, dass sich die radikalen Forderungen der Minimal Art sehr gut über Malerei realisieren lassen. Ihre gestaltungspsychologischen Studien, insbesondere zu den ‹Machschen Streifen›, führten zu weissen, mit einem schwarzen, gemalten Rahmenband eingefassten Bildern, die sich ausser im Format nur durch eine schmale Farblinie unterscheiden. Das Minimum an Farbe an der Kante zwischen Schwarz und Weiss löst eine Art neurologisches Flimmern aus, wodurch sich Farbe in Licht verwandelt. Jo Baer wurde zur Pionierin der radikalen Malerei, was sie allerdings nicht daran hinderte, sich in den Siebzigerjahren mit derselben Leidenschaft einer zwischen Archaik und Symbolismus schwebenden Figuration zuzuwenden. Die eindrucksvolle Retrospektive dieser bedeutenden Malerin, Zeichnerin und Theoretikerin ist gleichzeitig ihre erste Präsentation in einem deutschen Institut überhaupt. Parallel dazu wird im Amsterdamer Stedelijk Museum ihr neuer Zyklus ­‹In the Land of the Giants› vorgestellt.

Bis: 01.09.2013



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Ausgabe 7/8  2013
Ausstellungen Jo Baer [16.05.13-01.09.13]
Institutionen Stedelijk Museum [Amsterdam/Niederlande]
Institutionen Museum Ludwig Köln [Köln/Deutschland]
Autor/in Sabine Elsa Müller
Künstler/in Jo Baer
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