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Hinweis
7/8.2013




Luzern : Franz Karl Basler-Kopp


von: Niklaus Oberholzer

  
Franz Karl Basler-Kopp · Hexenhalfter, o.J., Kreide auf Papier, 56x46 cm


Franz Karl Basler-Kopp (1879-1937) - nie gehört? Eben darum wirft das Kunstmuseum erstmals seit 75 Jahren einen Blick auf das Schaffen des aus Süddeutschland stammenden Luzerners, der als Illustrator von Sagen- und Märchenbüchern einige Bekanntheit erreichte, aber nach seinem Tod in Vergessenheit geriet. Die vom scheidenden Sammlungskonservator Christoph Lichtin initiierte Ausstellung präsentiert Basler-Kopp als verspäteten Romantiker mit Jugendstil-Einschlag und Symbolismus-Anklängen. Er ist ein Erzähler altdeutscher Geschichten, Märchen und Sagen, der das Volkstümliche sucht. Er findet aber in seinen meist kleinformatigen Bildern doch nur selten zu einer wirklich bedrängenden Atmosphäre. Am ehesten gelingt das in seinen Zeichnungen für Sagenbücher. Von dramatischer Wirkung sind auch einige seiner Nachtbilder wie ‹Hexenhalfter›: eine auf einem Schimmel über einen Abgrund brausende Hexe. Eindringlich wirkt auch das winzige Bildchen ‹Nirwana›, auf dem eine brennend orangefarbene Frauengestalt in einen schwarzen Nachthimmel ragt. Die Ausstellung wirft ein Licht auf eine kulturelle Strömung in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, die zeitgleich mit der aufbrechenden Moderne retrospektiv auf Volkstümliches setzte - und vielleicht gerade heute wieder dankbares Echo findet.

Bis: 28.07.2013



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Ausgabe 7/8  2013
Ausstellungen Franz Karl Basler-Kopp [25.05.13-28.07.13]
Institutionen Kunstmuseum Luzern [Luzern/Schweiz]
Autor/in Niklaus Oberholzer
Künstler/in Franz Karl Basler-Kopp
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