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Hinweis
11.2013




Chur : Margret Rufener


von: Gisela Kuoni

  
Margret Rufener · Herz, 1999, Tusche auf Papier, 29,7x21 cm


Margret Rufener (*1938) schreibt und zeichnet seit einem halben Jahrhundert. Das Bündner Kunstmuseum zeigt ihr reichhaltiges Werk erstmals in einer Einzelausstellung. Neben ihrer Tätigkeit als Grafikerin arbeitet Rufner ihr Leben lang zurückgezogen und zumeist unerkannt. Beispiele ihrer Notiz- und Zeichenbücher sind in Vitrinen zu sehen. Arbeiten an der Wand bieten Einblicke in immer sehr persönliche, in sich gültige Textzeilen, die sie kalligrafisch oder geometrisch gestaltet. Deren Sinn - in Zeichnungen eingeflochten oder als farbige Aneinanderreihung von Buchstaben - offenbart sich nur zögernd. Die Tätigkeit des Zeichnens und des Schreibens, die konzentrierte Hingabe stehen dabei im Vordergrund. Schon früh machte sie auch den weiblichen Körper zum Motiv, deutete in schwungvollen, Linien Körperformen an, immer eine rot-blaue Symmetrie wahrend - mitunter vage an Miriam Cahn erinnernd, wenn auch viel zurückhaltender. Bunte Kugelformen türmen sich streng geordnet übereinander und verblüffen durch ihre lichtvolle, vibrierende Wirkung. Mit wenigen strengen Strichen hingeworfene Selbstporträts sprechen von persönlicher Befindlichkeit, fröhliche Kinderbilder fangen die Spielkameraden der Tochter aus den Jahren in Vnà ein.

Bis: 17.11.2013



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Ausgabe 11  2013
Autor/in Gisela Kuoni
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