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Hinweis
11.2013




Freiburg/B : Gunter Frentzel


von: Alice Henkes

  
Gunter Frentzel · o.T. (Detail),2013, 67 Vierkant-Metallstäbe, je 210x1,5x1,5 cm, Grundriss: 4x4 m, 1 m hoch. Foto: Til und Uli Frentzel


Eine überraschende Leichtigkeit und Flüchtigkeit geht von den Stahlstabkonstruktionen Gunter Frenztels (*1935) aus. Kreisförmig angeordnet, erinnern die Stäbe an einen geöffneten Fächer, an eine Zeltkonstruktion ohne Plane, aufgebaut von einem Ruhelosen, der gerade erst im Kommen oder schon wieder im Gehen ist. In jedem Fall ist er immer in Bewegung, auf dem Sprung, sich einer Grenze zu nähern, eine Grenze zu überwinden. Im praktischen Sinne sind es zunächst statische Grenzen, die Frentzel mit seinen Skulpturen auslotet, indem er Stahlstangen an einem Punkt aufeinander legt, bis zu dem Moment, in dem die Konstruktion instabil zu werden droht. Die Schwere des Materials wird in diesen sorgfältig ausbalancierten Skulpturen gleichsam ausgeschaltet. Ohne Verbindungswerkzeuge, ohne Schweissnähte schafft Frentzel mit seinen Arbeiten Räume, denen eine enorme Offenheit eingeschrieben ist. Es sind visuelle Räume, Denkräume, deren Begrenzungen nur lose aufeinanderliegen, die also jederzeit wieder abgetragen, umgeschichtet, an neuen Orten aufgebaut werden können, um neue Blickerlebnisse und neue Gedankengänge zu ermöglichen.

Bis: 03.11.2013



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Ausgabe 11  2013
Ausstellungen Gunter Frentzel [15.09.13-03.11.13]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Gunter Frentzel
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