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Hinweis
12.2013




Bergün : Andy Guhl


von: Gisela Kuoni

  
Andy Guhl · Bahnmuseum Albula, 2013


Das Bahnmuseum Albula ist immer einen Besuch wert. Wenn zusätzlich zur Geschichte der Rhätischen Bahn noch eine künstlerische Intervention gezeigt wird, lohnt sich die Reise doppelt, so wie jetzt mit der Installation von Andy Guhl. Der St. Galler Künstler und Musiker setzt unhörbare Schwingungen einer Lokomotive zu hör- und sichtbaren Tönen und Bildern um. Was zunächst wie eine gängige Videopräsentation erscheint, entwickelt beim längeren Betrachten einen faszinierenden Sog. Man erlebt eine Fahrt von Samedan nach Landquart, mal schnell, mal beschaulich, mal farbig, mal schwarz-weiss, im immer zweigeteilten Bild, das wie durch eine senkrecht dazwischen gestellte Zugfensterscheibe spiegelgleiche Ansichten zeigt. Über schmale Stege und Brücken, durch enge dunkle Tunnels, an Dörfern vorbei geht die Fahrt - vieles erkennt man, anderes bleibt rätselhaft. In fünf verschiedenen Stationen laufen die Projektionen, untermalt vom Geräusch einer Lokomotive, vom Quietschen der Schienen, vom Einstellen der Weichen. Dazu entdeckt man von der Decke herunterhängende, ausrangierte Funkgeräte oder ein Stück Schienenstrang. Die Verwendung einer Lokomotive als musikalische Inspiration kennt man spätestens seit A. Honeggers Komposition. Noch eine visuelle Interpretation hinzuzufügen, ist jedoch ein spannender neuer Ansatz.

Bis: 28.02.2014



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Ausgabe 12  2013
Ausstellungen Andy Guhl [01.09.13-28.02.14]
Institutionen Bahnmuseum Albula [Bergün/Bravuogn/Schweiz]
Autor/in Gisela Kuoni
Künstler/in Andy Guhl
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