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12.2013




Bonn : John Bock


von: Katja Behrens

  
John Bock · Unzone/Eierloch, 2012, Courtesy Sprüth Magers u.a. Foto: Raphael Binder


Meist entstehen seine Arbeiten aus den Überresten von Performances - aus Bühnenarchitekturen, benutzten Objekten, Blutspuren, abgeschnittenen Beinen, zerrupften Teddybären oder Bügeleisen. Die raumfüllenden Arbeiten des deutschenBildhauers und Performancekünstlers John Bock (*1965, Gribbohm) sind vollgestopft mit Geschichten, mit Erzählungen aus den inszenierten Tatorten von Massakern oder familiären Tragödien. Ohne nachvollziehbare Logik oder gar einem roten Faden vermischen sich in den absurd theatralischen Arbeiten pseudowissenschaftliche und andere Narrationen. Ähnlich wie bei Matthew Barney entstehen bizarre Konstruktionen, labyrinthisch verzweigt, voller Anspielungen und Verstrickungen, für die meisten Uneingeweihten irgendwie verworren verstörend aufgeladene Szenerien. Und wie auch Barney hat Bock - halb verrückter Wissenschaftler, halb Clown - eine treue Fangemeinde, die ihn immer noch als einen Geheimtipp handelt. Der freilich ist er längst nicht mehr. Im Zentrum der Ausstellung mit dem kryptischen Titel ‹Im Modder der Summenmutation› stehen eine Filmproduktion und mehrere Lectures. Die wunderbar verrückte Schau hallt noch lange nach.

Bis: 21.01.2014



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Ausgabe 12  2013
Ausstellungen John Bock [03.10.13-12.01.14]
Institutionen Bundeskunsthalle [Bonn/Deutschland]
Autor/in Katja Behrens
Künstler/in John Bock
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