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12.2013




Genève : Sherrie Levine


von: Katharina Holderegger Rossier

  
Sherrie Levine, Accrochage, Mamco 2013. Foto: Ilmari Kalkkinen


Sherrie Levines (*1947) Fotografien von Walker Evans' ikonischen Fotoserien der Grossen Depression, die 1981 in der Metro Gallery in New York ausgestellt wurden, versetzten der damaligen Kunstwelt einen Schock. Mit der Appropriation der auf dem Kunstmarkt hoch gehandelten Bilder, die nur mehr mit der Lupe von Fälschungen unterscheidbar waren, hebelte Levine das zentrale Dogmenpaar des westlichen Kunstsystems, Autor und Original, so radikal wie nie zuvor aus - auch wenn Roland Barthes diese Grössen bereits 1967 für tot erklärt hatte. Nun lässt sich fast lückenlos verfolgen, wie Levine in den nächsten zehn Jahren weitere Aspekte des steten Anspruchs an Künstler/innen enthüllte, etwas Altes in einem neuen Gewand hervorzubringen. Denn nur ein sichtlich innovatives Machwerk wird als Kunstwerk anerkannt und damit vor dem sicheren Tod bewahrt, dem Vergessen. Es ist die nahe Zusammenarbeit mit Sammlern/innen und Kunstschaffenden, die es dem Mamco immer wieder erlaubt, solche Perlenketten aufzuziehen. Nur ein Drittel der über 3000 Objekte, mit dem es kontinuierlich arbeitet, gehören ihm. Der Rest besteht aus Depots der Freunde, die nun ihren 20. + 20. Geburtstag feiern: Von 1974 bis 1994 dauerte die Zeit bis zur Eröffnung, seither leuchtet das Mamco als unersetzliches Gestirn am Genfer Kunsthimmel.

Bis: 12.01.2014



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Ausgabe 12  2013
Ausstellungen Katinka Bock, Victor Burgin, Alain Huck [16.10.13-12.01.14]
Institutionen Mamco Genève [Genève/Schweiz]
Autor/in Katharina Holderegger Rossier
Künstler/in Sherrie Levine
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