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Hinweis
12.2013




Zürich : Dunja Evers


von: Johanna Encrantz

  
Dunja Evers · El Dorado, 2012, Inkjet, Tusche auf Aquarellpapier, 69,2x174,7 cm


Die deutsche Künstlerin Dunja Evers bewegt sich wie im Traum zwischen Fotografie und Malerei. In ihrem neuen Werkzyklus ‹5› zeigt sie Bildhybride aus Film, Fotografie und Malerei. Kryptische Bildstrukturen in leuchtenden Farben sind als Landschaften und Körperlandschaften erkennbar. Der Titel ‹5› ist offen, deutet auf die fünf Elemente Holz, Feuer, Wasser, Metall, Erde hin - Elemente, aus welchen die Welt und auch unser Körper in wandelbarer Zusammensetzung besteht.
In mehreren zeitintensiven Arbeitsschichten erzeugt Dunja Evers die Tiefe ihrer Bilder. Super-8-Filme dienen als Grundmaterial, das sie abfotografiert. Die Fotografie mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde wird zur Summe von 24 Vollbildern des Films, das Motiv wird dadurch unscharf, es verschwimmt in der Zeit. Ein festgehaltener Zeitabschnitt, ein konserviertes Gefühl. So wie sich die Erinnerungen mit der Zeit ändern, bearbeitet die Künstlerin mit dem Pinsel die mit dem Inkjet-Drucker ausgedruckten Fotografien auf Aquarellpapier. Mit Tuschefarbe zeichnet sie Strukturen nach, empfindet die Landschaft auf dem Bild neu. Wie in der ostasiatischen Landschaftsmalerei ist das Tuschebild nicht ein Abbild der Natur, sondern eine Reproduktion innerer Zustände.

Bis: 25.01.2014



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Ausgabe 12  2013
Ausstellungen Dunja Evers [26.10.13-04.01.14]
Institutionen semina rerum [Zürich/Schweiz]
Autor/in Johanna Encrantz
Künstler/in Dunja Evers
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