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Prix Meret Oppenheim 2013


Léa Fluck :


Prix Meret Oppenheim - im Zeichen der Kontinuität




Seit 2001 verleiht das Bundesamt für Kultur auf Empfehlung der Eidgenössischen Kunstkommission den Prix Meret Oppenheim. Dieser Preis zeichnet keine Eintagsfliegen aus, sondern will nachhaltig starke Werke und Leistungen würdigen. Mit diesem Ansatz widerspiegelt der Preis Charakter, Laufbahn und Lebenswerk von Meret Oppenheim. Seit der Begründung des Prix Meret Oppenheim sind 67 Preisträgerinnen und Preisträger auserkoren worden; sie alle haben mit bedeutenden Werken ihr Metier und ihre Branche geprägt, sowohl im schweizerischen als auch im internationalen Kontext.

Alle vier Preisträgerinnen und Preisträger 2013 zeichnen sich durch ihren kontinuierlichen, erfolgreichen und radikal kompromisslosen Einsatz in ihrem Beruf aus.

Thomas Huber ist eine einzigartige Künstlerpersönlichkeit: Er ist gleichzeitig Maler, Autor und performativer Redner. Die Reden, die er vor seinen räumlich streng geordneten Bildern zu halten pflegt, bieten dem Publikum eine neuartige Erfahrung mit Künstlertexten.
Quintus Miller und Paola Maranta haben ihr Architekturbüro 1994 in Basel gegründet. Ihre städteplanerischen und architektonischen Konzepte sind ebenso zeitgemäss wie sensibel. Sie gehören zu einer neuen Generation von Schweizer Architekten, die für ihren bewussten Umgang mit dem Zeitgeist internationale Anerkennung geniessen.
Marc-Olivier Wahler hat seine Karriere als Kurator in Neuenburg begonnen, wo er das Centre d'Art Neuchâtel mitbegründet hat. Nach einem Aufenthalt in New York als Direktor des Swiss Institute kehrte er nach Europa zurück, um bis 2012 das Pariser Palais de Tokyo zu leiten. Dort entwickelt er bis heute als freier Kurator seine aussergewöhnlichen Ausstellungsformate.

Im Oktober 2013 wäre Meret Oppenheim 100 Jahre alt geworden. Für den Umschlag dieser Publikation war eigentlich ein Bild des Fotografen Man Ray vorgesehen, auf dem er seine Freundin Meret als wunderschöne, moderne Muse in Szene setzte. Schliesslich fiel die Wahl jedoch auf eine Fotografie, die dem Charakter von Meret Oppenheim als Künstlerin noch besser entspricht. Das Foto wurde 1982 in ihrem Berner Atelier aufgenommen, von einer weiteren Weggefährtin, der Fotoreporterin Margrit Baumann. Die Aufnahme zeigt Meret Oppenheim auf dem Zenit ihrer künstlerischen Schaffenskraft. Wir möchten Margrit Baumann an dieser Stelle herzlich dafür danken, dass sie uns dieses wenig bekannte und ausdrucksstarke Bild zur Verfügung gestellt hat.

Herzliche Gratulation allen Preisträgerinnen
und Preisträgern.

Und alles Gute zum Geburtstag,
Meret Oppenheim!



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Ausgabe 13  2013
Autor/in Léa Fluck
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