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Hinweis
1/2.2014




Emmenbrücke : Anton Bruhin


von: Niklaus Oberholzer

  
Anton Bruhin · Ohne Titel, 1969, Tusche auf Papier, 21x29,7 cm, Courtesy Galerie & Edition Marlene Frei, Zürich


Nur wenige Künstler loten so grundverschiedene Bereiche aus und tun das gleichzeitig so kompetent und überlegen wie der aus Schübelbach in der March stammende Anton Bruhin (*1949). Was ihn darüber hinaus auszeichnet: Er bewegt sich seit Jahrzehnten mit traumwandlerischer Sicherheit und Unbekümmertheit abseits viel begangener Pfade. Grenzen sind für ihn dazu da, durchlöchert zu werden: So schlägt er z.B. einen virtuosen Bogen von Malewitschs Suprematismus bis zu Walt Disneys Mickey Mouse. Die von Natalia Huser klug konzipierte Schau blickt auf rund 45 Jahre dieses Schaffens. Sie beginnt mit wunderbar poetischen Zeichnungen von 1969 und endet mit computergenerierten Arbeiten auf Papier - darunter ein monumentaler Zyklus von 500 Typogrammen - sowie mit «schönen», aber eben doch vertrackten und Grundsätzliches der Malerei ergründenden Landschaftsbildern aus Ungarn. Manche Facetten von Bruhins Werk bedingen die vitale Präsenz des spitzbübischen Künstlers. So las er an einem Abend aus seinen Palindromen - teils seitenlange Gedichte, in denen er die Sprachlogik ins Absurde dehnt und neue Denkräume eröffnet. Und er trat auf als Maultrommler: Mit diesem geradezu anarchischen Instrumentchen, das in jeden Hosensack passt, setzt er internationale Massstäbe - und fügt sich zugleich harmonisch ins Muotathaler Schwyzerörgeli-Quartett ein.

Bis: 19.01.2014



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Ausgabe 1/2  2014
Ausstellungen Anton Bruhin [30.11.13-19.01.14]
Institutionen akku/Kunstplattform [Emmenbrücke/Schweiz]
Autor/in Niklaus Oberholzer
Künstler/in Anton Bruhin
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