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Hinweis
1/2.2014




Luzern : Adam Dant


von: Nadine Wietlisbach

  
Adam Dant · Künstler im Studio, 2013. Foto: Gianni Paravicini


Mit grosser Liebe zum Detail gestaltet der britische Künstler Adam Dant Zeichnungen und installative Settings. In der Einzelausstellung ‹Bibliopolis› beschäftigt er sich mit der Bibliothek als Speicherort von Wissen und mit der Idee, dass sich unser Bild der Welt in derartigen Räumen erst konstituiert. Er interessiert sich zum einen für die Bibel des heiligen Hieronymus, in der das Wort Gottes zum Weltgesetz wird, zum anderen für die Vision von Jorge Luis Borges ‹Bibliothek von Babel›. Von Hieronymus und Borges ausgehend, entwirft er imaginäre, fantastische Bibliotheken. Das eine oder andere architektonische Element ist jedoch durchaus in der Realität verortbar, etwa in seiner Heimatstadt London.
Die Zeichnungen, die an Wimmelbilder erinnern, sind im einen Raum schlicht auf weissen Wänden präsentiert und finden sich im anderen eingefügt in die Inszenierung eines Studierzimmers. Die Entdeckungslust ist schnell entfacht, verweist doch die Buchablage in ihrer Skurrilität auf eine Wunderkammer. Als roter Faden können das anekdotisch Mäandernde sowie spröder Humor ausgemacht werden - dieser zieht sich durch die Räume wie der Geruch alten Papiers in den Bibliotheken unserer Vorstellung.

Bis: 01.02.2014



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Ausgabe 1/2  2014
Ausstellungen Adam Dant [07.12.13-01.02.14]
Institutionen Galleria Edizioni Periferia [Luzern/Schweiz]
Autor/in Nadine Wietlisbach
Künstler/in Adam Dant
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