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Hinweis
1/2.2014




Solothurn : Manon Bellet


von: Alice Henkes

  
Manon Bellet · Sous sur face, 2012/13, Cyanotypie auf Papier, 41x28,5 cm


Manon Bellets (*1979) Werkstoff ist Papier. Doch nicht mit Stift und Pinsel arbeitet die aus Vevey gebürtige Künstlerin, sondern mit Licht und Wärme, mit Schatten und Asche. In ihren Materialforschungen steht das Papier in seiner Fragilität im Zentrum. Die Ausstellung ‹L'onde d'une ombre› gibt einen Überblick über das Schaffen der in Berlin lebenden Künstlerin. Faszinierend ist die Installation ‹120 Matches›, 2013, für die Bellet eine ganze Saalwand mit verbrannten Seidenpapierfetzen bestückt. Wie schwarze Schneeflocken scheinen die Aschegebilde in der Luft zu schweben. Sie zerrieseln im Lauf der Ausstellung, fallen zu Boden. Sachte verändert sich das Bild. Bellets Arbeiten atmen poetische Offenheit. Für die Drucke der Serie ‹Le rideau dans le tableau›, 2009, verwendet sie zu Schatten abstrahierte Selbstporträts. Vage ist eine weibliche Figur erkennbar, umgeben von angedeuteten Schemen. In der Cyanotypie-Serie ‹Sous sur face›, 2012/13, entfalten transparente Plastiktüten eine ungeahnte, empfindliche Schönheit. Imaginäre Räume öffnen sich in dem stillen Video ‹Escape Landscape›, in dem Flämmchen und Rauchfahnen züngeln und tanzen. Bewegungen, die erst verständlich werden, wenn am Ende ein weisses Blatt Papier den Bildschirm ausfüllt. Deutlich wird hier jener Prozess der Veränderung, der sie besonders interessiert.

Bis: 09.02.2014



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Ausgabe 1/2  2014
Ausstellungen Manon Bellet [29.11.13-09.02.14]
Institutionen Kunstmuseum Solothurn [Solothurn/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Manon Bellet
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