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1/2.2014




Wupperthal : Sven Drühl


von: Katja Behrens

  
Sven Drühl · T.R.N.N., 2008 ©ProLitteris


Der Kunstkritiker und -theoretiker Sven Drühl (*1969) bezieht sich auch in der eigenen Bildkunst auf die Kunstgeschichte und deren gelehrte Diskurse. Ferdinand Hodler oder Caspar David Friedrich liefern Einzelmotive, die Eingang finden in die grossen Neonarbeiten und Leinwände des Wahl-Berliners. Oder auch eine Fotografie von Wolfgang Tillmanns.
In türkisblauem Neonlicht und mit reflektierenden Lackoberflächen oder zur Gänze geschwärzt verfremdet der Künstler die Vorbilder, bläst sie auf ins Riesenhafte oder verfestigt die Konturen der Objekte und Landschaften mit dünnen Silikonwürsten. Die eindeutig künstlichen Materialien verorten die strengen Werke fraglos in der Jetztzeit. In den kühlen Architekturbildern wird mit den entsprechenden Vokabeln der Geometrie die Moderne durchbuchstabiert. Ohne Stottern oder Stocken, wie es scheint, eine glatte Angelegenheit.
Die Kunsthalle in Wuppertal zeigt mit der Ausstellung einen Überblick über Drühls Schaffen der letzten 13 Jahre. Serien und Werkblöcke, die einander zu widersprechen scheinen, aber letztlich doch zusammengehören: Himmel mit grandios bunten Lackverläufen, aber auch beinah regloses Verharren. Eine Kunst ohne sichtbares inneres Brennen, dafür viel Ober-fläche. Kunst für Kenner.

Bis: 26.01.2014



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Ausgabe 1/2  2014
Ausstellungen Sven Drühl [08.09.13-26.01.14]
Institutionen Von der Heydt-Kunsthalle [Wuppertal/Deutschland]
Autor/in Katja Behrens
Künstler/in Sven Drühl
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