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1/2.2014




Zürich : Michael Venezia


von: Dominique von Burg

  
Michael Venezia · Malerei 1970-2013, Häusler Contemporary Zürich. Foto: Barbora Gerny


Absichtslos und kontemplativ spielt der in New York und Trevi lebende Michael Venezia (*1935) mit schmalen, meist monochromen Holzlatten. Er reiht sie horizontal aneinander zu einem kompakten Objekt oder schichtet sie, etwas versetzt, übereinander. Die Acrylfarbe ist auf der Vorderseite und an den Ecken der Holzblöcke oft unregelmässig und deutlich wahrnehmbar mit Pinsel oder Spachtel aufgetragen. Die waagerechte Anordnung der Holzsegmente ruft neben einer räumlichen Wirkung eine kontinuierliche Bewegung hervor, mit der sich die Werke der Wand entlang wie eine Horizontlinie ausdehnen. Das vertikale, 1966 entstandene Streifenbild zeugt von Venezias malerischen Anfängen. Damals setzte er sich mit dem abstrakten Expressionismus und der Hard-Edge-Malerei auseinander. Er begann mit der Sprühpistole zu experimentieren, erzeugte weitgehend identische Spraymarkierungen und bearbeitete dann die Fläche so, dass Schatteneffekte entstehen. Die Spraybilder liessen ihn die Tiefe der Bilder ausloten und entsprachen seinem Wunsch, nichts Greifbares zu erzeugen. Setzte er sich so von der gestischen Malerei ab, ist sein weitergehendes Konzept massgeblich durch die für die Minimal Art charakteristische Tendenz zur Objektivierung bestimmt.

Bis: 22.02.2014



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Ausgabe 1/2  2014
Ausstellungen Michael Venezia [21.11.13-22.02.14]
Institutionen Häusler Contemporary Zürich [Zürich/Schweiz]
Autor/in Dominique von Burg
Künstler/in Michael Venezia
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