Links zum Text und die Möglichkeit, diese Seite weiterzusenden, finden Sie am Ende dieser Seite


Artikel
SWISS ART AWARDS 2013


 1987 Geboren in Morges. Lebt und arbeitet in Berlin·2006-2007 Ecole cantonale d'art du Valais (ECAV), Sierre·2007-2009 Universität der Künste Berlin, Prof. Christiane Möbus·2009-2011 Universität der Künste Berlin, Prof. Olafur Eliasson, Absolvent·2011-2013 Institut für Raum­experimente, Prof. Olafur Eliasson, Berlin, Meisterschüler


Julian Charrière

Kiefer Hablitzel Preis

  
I Do Not Remember Those Dusty Deserts Mixed Media, 2013


Julian Charrière stellt in seiner künstlerischen Arbeit die Ziele, Praktiken und die Gültigkeit von institutionalisiertem Forscherdrang und empirisch abgesicherter Neugier auf den Kopf. Er schliesst die endlosen Bahnen der Selbstreferentialität, auf denen Künstler und Forscher gleichermassen unterwegs sind, miteinander kurz und macht alles genau so, wie man es weder in der Wissenschaft noch in der Kunst machen sollte, wenn man es ernst meint.
Er spielt mit unserer Sehnsucht nach Erkenntnis und Wissen; nach dem, «was die Welt im Innersten zusammenhält», wie es Goethes Faust sagte.
In diesem Spannungsfeld bewegen sich die archäologischen, biologischen und paläontologischen Recherchen von Julian Charrière. Er simuliert wissenschaftliche Handlungen und fabriziert daraus künstlerische Aussagen. Nur humorlose Geister würden ihm dabei die Absurdität des eigenen Tuns vorwerfen. Denn beruht nicht jede Annahme über die Welt zunächst auf Modellen, auf schematischen Vorstellungen, auf Simulationen?
Extrakt von: «Bis am Ende der Welt: die Forschungen des Julian Charrière»
Magdalena Kröner


Einzelausstellungen:
2011 Dominion, Program e.V., Berlin (mit ­Andreas Greiner)·2011 Horizons, Dittrich & ­Schlechtriem, Berlin·2012 Non Sites Sight, Case Studio Vogt, Zürich·2013 On The Sidewalk, I Have Forgotten The Dinosauria, Dittrich & Schlechtriem, Berlin (Kat.)

Gruppenausstellungen (Auswahl):
2011 Without Destination, Reykjavik Art Museum·2011 ÜBER LEBENS KUNST, Haus der Kulturen der Welt, Berlin·2011 «Your Body Of Work», Goethe-Institut, Saõ Paulo·2012 Life Clock, Den Frie Center for Contemporary Art, Copenhagen·2012 Uncommon Venice - 13th International Architecture Exhibition, Biennale Venedig·2013 Lovin' it - Symbol and ­Contradiction, Bromer Art Collection, Roggwil, Schweiz·2013 Les Modules du Palais de Tokyo, 12th Art Biennale de Lyon

Auszeichnungen/Preise:
2012 Call for Future, ÜBER LEBENSKUNST (Das Numen), Kulturstiftung des Bundes, ­Halle·2013 Regina Pistor Preis, Ingeborg und Hans-Henning Pistor·2013 ArtGrant Award, ArtGrant - ICAA, Deutschland



Links

Anfang Zurück zum Anfang
Ausgabe 14  2013
Künstler/in Julian Charrière
Link http://julian-charriere.net
Weitersenden http://www.kunstbulletin.ch/router.cfm?a=140201171930A7A-6
Geben Sie diesen Link an, falls Sie diesen Eintrag weitersenden möchten.