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3.2014




Lukas Salzmann


  
Lukas Salzmann · The Passengers, 2013/2014


Was lässt sich heute noch in ein Foto fassen? Wir schwimmen in Bildern und verlieren durch sie den Bezug zur Realität. Oder ist es umgekehrt? Als Maler steht der in Zürich lebende Lukas Salzmann (*1960, Düsseldorf) für das Gegenteil ein. Seine Gemälde führen ganz nahe an Erlebtes heran. Beispielsweise an eine Frau, die einem Mann den Kopf auf die Schulter legt. Die Szene hat nichts Spektakuläres, hält eine Geste in einer Strassenbahn oder einem Bus fest. Und doch verströmt sie einen besondern Zauber, dehnt einen flüchtigen Moment der Intimität aus, der beim Malen bereits längst vorbei ist. Der Akt des Malens wird so zu einer kontemplativen Anverwandlung der Wirklichkeit, ohne sie zu entschlüsseln. Oder in den Worten des Kunsthistorikers Rudolf Velhagen: «Die Welt ist nicht zu knacken, wie ein Puzzle oder Kreuzworträtsel, es gibt keine Eindeutigkeit. Die kritische Kraft von Salzmanns Werk besteht darin, die scheinbaren Eindeutigkeiten zu durchschauen und die inneren, letztlich nicht erfassbaren Bezüge der Realität mit den Mitteln der Malerei zu offenbaren.»
Die von Andreas Lüthi kuratierte Doppelausstellung konfrontiert die Gemälde von Salzmann mit Objekten von Heiko Blankenstein (*1970, Rheydt), der mit zeichnerischen und skulpturalen Mitteln astronomische Themen und Phänomene umkreist.



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Ausgabe 3  2014
Ausstellungen Heiko Blankenstein, Lukas Salzmann [01.02.14-16.03.14]
Institutionen Vebikus Kunsthalle Schaffhausen [Schaffhausen/Schweiz]
Künstler/in Lukas Salzmann
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