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Hinweis
5.2014




Colombier : Barbara Ellmerer


von: Alice Henkes

  
Barbara Ellmerer · Cells 1, 2014, Öl auf Baumwolle, 32x50 cm


Die dem menschlichen Auge verborgenen Kräfte der Natur sowie die potenziellen Kräfte der Malerei sind das bestimmende Thema in den Arbeiten Barbara Ellmerers (*1956, Meiringen). Waren in früheren Bildern noch an Pflanzen und Tiere erinnernde Strukturen erkennbar, so lösen sich diese Elemente in den neueren Malereien mehr und mehr auf. Bisweilen lassen amorphe Strukturen an mikroskopische Aufnahmen von Zellgewebe denken oder erinnern vage an Nervenbahnen. Der Blick der in Zürich lebenden Künstlerin dringt ins Körperliche, sucht nach der Triebkraft des Lebens. Ellmerer bezieht sich auf Gilles Deleuzes Auffassung von einer Malerei der Gegenwart, die längst nicht mehr nur Bestehende abzubilden habe. Sie versucht jene unsichtbaren Kräfte einzufangen, die das Leben ausmachen. Dabei nutzt sie die Kraft der Farbe im optischen wie auch im haptischen Sinne: Sie fordert den Blick mit stechenden Farben heraus, setzt harte Kontraste und operiert mit pastosem, manchmal beinahe skulpturalem Farbauftrag. In ihren jüngsten Bildern arbeitet sie erstmals auch mit sanften Farbverläufen und Andeutungen von Räumlichkeit. Dadurch entsteht ein Eindruck von Tiefe, der die Suchbewegung der Künstlerin unter der Oberfläche des Sichtbaren bildhaft nachvollziehbar macht.

Bis: 11.05.2014



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Ausgabe 5  2014
Ausstellungen Barbara Ellmerer, Henry Jacot [05.04.14-11.05.14]
Institutionen Galerie Numaga [Neuchâtel/Colombier/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Barbara Ellmerer
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