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Hinweis
5.2014




Freiburg/B : Daniel Chiquet


von: Yvonne Ziegler

  
Daniel Chiquet · Adiakritos, 2010, Ausschnitt


Papier lässt sich leicht falten, Karton auch ganz gut, aber Stahl? Der Basler Künstler Daniel Chiquet (*1954) kann das. Er übersetzt kleine Kartonfaltmodelle in farbig gefasste Neusilber- und Stahlplastiken. Unter konsequenter Beibehaltung des materialökonomischen Prinzips, ausgehend von einem zweidimensionalen Bogen bzw. einer Platte, gelangt er zu einem dreidimensionalen Faltobjekt und entwickelt dabei eine grosse Formenvielfalt. Variationen ergeben sich nicht nur durch die Art der aufgeschnittenen und aufgefalteten Flächen, sondern auch durch Massstab, Platzierung, Mehransichtigkeit, Farbe, Licht und Schatten. So erweisen sich die fünf Faltreliefs ‹Adiakritos›, 2013, als identisch, nur jeweils anders an der Wand befestigt. Und was sich als kleines filigranes Modell recht bescheiden ausnimmt, kann in Lebensgrösse starke Präsenz entfalten. Während die Auffaltung der Fläche in den Raum faszinierende ‹Hirnfaltungen› verursacht, überzeugen die Plastiken selbst nicht immer. Vergleicht man sie etwa mit den farbigen Stahlplastiken Anthony Caros, so vermisst man elementare Aspekte wie Spannung, Rhythmus, Balance oder Schwere und Leichtigkeit. Dennoch sind im eng gestreckten Feld schöne Arbeiten entstanden. So entwickelt ‹Columna umbra›, 2007, aufgrund ihrer aufschiessenden Höhe und Zweifarbigkeit ein dichtes Volumen, während die riesige ‹Pinaka rugosa›, 2007, rot gerahmte Durchblicke freigibt.

Bis: 04.05.2014



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Ausgabe 5  2014
Ausstellungen Daniel Chiquet [16.03.14-04.05.14]
Institutionen Konkrete Kunst Roland Phleps [Freiburg/B/Deutschland]
Autor/in Yvonne Ziegler
Künstler/in Daniel Chiquet
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