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Hinweis
5.2014




Karlsruhe : Franz Ackermann


von: Yvonne Ziegler

  
Franz Ackermann · Golfen im Zoo, 2014. Foto: Jens Ziehe


1999 begann der deutsche Künstler Franz Ackermann (*1963) in Hongkong mit seinen ‹Mental Maps›. Auf einem kleinen Block entstanden erste kognitive Repräsentationen von Orten, Eindrücken und Gedanken. Diesem Prinzip der Verarbeitung und Aneignung von Eigenem und Fremdem ist er bis heute treu geblieben, wenngleich in Massstab, Format, Farbigkeit und Material höchst unterschiedlich. Das Reisen ist ein wesentliches Moment. Denn wie viele Künstler vergangener und heutiger Zeit schöpft er aus der Inspiration der Fremde, um Neues mit Bestehendem zu verbinden. So sind in den Pultvitrinen des historischen Vorlegesaals der Karlsruher Kunsthalle 18 ‹Mental Maps› zu sehen, in denen sich Liniengeflechte, wiederkehrende «persönliche Signets» wie zentrifugal angeordnete Bleistiftlinien oder scharf abgegrenzte Farbstreifen und Löcher mit Gegenständen wie Schnapsgläser und Fotos von Karlsruhe verbinden. Die kognitiven Karten sind höchst subjektiv und nur bedingt lesbar. Sie vermitteln ein vages Gefühl von gelebtem Durchstreifen und Reflektieren einer fremden Stadt (Zoo, historischer Stadtplan, Kneipe). Eine Konfrontation mit der zersplitterten Existenz des Menschen in der Welt bleibt aus, da man nicht im Werk steht, sondern von aussen in die Vitrine schaut.

Bis: 11.05.2014



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Ausgabe 5  2014
Ausstellungen Franz Ackermann [14.03.14-11.05.14]
Institutionen Staatliche Kunsthalle [Karlsruhe/Deutschland]
Autor/in Yvonne Ziegler
Künstler/in Franz Ackermann
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