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Hinweis
6.2014




Stuttgart : Gego


von: Gudrun Latten

  
Gego in ihrem Atelier, um 1978, Courtesy Fundacion Gego. Foto: Ricardo Goldmann


Erstaunlicherweise sind es Schattenspiele, die ein anderes Licht auf das komplizierte Thema werfen: die Linie als Objekt. Fünfzig Jahre lang hat sich die in Hamburg geborene und in Venezuela gestorbene Architektin Gertrude Louise Goldschmidt genannt Gego (1912-1994), mit diesem Thema auseinandergesetzt. Scheinbar schwerelos entfalten sich Liniennetze in den Ausstellungsräumen. Die Linien verlaufen ganz unterschiedlich, brechen ab, überschneiden und verknoten sich, grenzen scheinbar frontal aneinander. Eine strenge Parallelität der Linie auf der Fläche löst sich plötzlich auf. Die Grenzen und Möglichkeiten der Linie in Fläche und Raum werden ausgelotet. Man spricht von fliessendem Raum und Netzstrukturen, die Gego untersucht und entwickelt habe. Gego lässt uns einen Blick hinter die Zeichnung werfen. Der ins Unendliche tendierende Verlauf der Linien auf der Fläche wird in dem Objekt zu einem Stillstand gebracht. Die Schatten geben Rätsel auf, wirken poetisch, abstrakt und wissenschaftlich. Ausstellungsbegleitend wurde ein Film gedreht. An der Ausstellung beteiligt sind die Hamburger Kunsthalle, das Kunstmuseum Stuttgart und das Henry Moore Institute, Leeds.

Bis: 29.06.2014



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Ausgabe 6  2014
Ausstellungen Gertrud Goldschmidt, Luisa Richter [29.03.14-29.06.14]
Institutionen Kunstmuseum Stuttgart [Stuttgart/Deutschland]
Autor/in Gudrun Latten
Künstler/in Gertrud Goldschmidt
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