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9.2014




Jean Pfaff


von: Eva Buhrfeind

  
Jean Pfaff · Ohne Titel, 11, 2012, 109x81 cm, Acryl auf Sperrholz


Bei Jean Pfaff (*1945) wirkt nicht die grosse malerische Geste. Vielmehr sind es die Brüchigkeit und Sensibilität des Sehens, die zum Verständnis seines Werks führen. Pfaffs Farbinterventionen sind eine nahezu philosophische Auseinandersetzung von «paint» und «colour», von Erscheinung und Wirkung. Vor gut vier Jahren begann sich der in Katalonien lebende Basler wieder mit geometrisch unregelmässigen Flächen auseinanderzusetzen, mit Bildformaten und Farbfeldformen, denen trotz des konstruktivistischen Eindrucks kein mathematisches Kalkül zugrunde liegt. Während er seine Bilder früher arithmetisch berechnete, zählt nun die Erscheinung der Holzplatte, und zwar so, wie sie dem Künstler in der Werkstatt des Schreiners begegnet. Erst hier wird sie unter Berücksichtigung von Astlöchern, Maserungen und Oberflächen zugeschnitten. Fein lasierte oder kompakte Farbschichten im Zusammenspiel mit dem unregelmässigen Bildträger bewirken neue räumliche Ordnungen. Immer wieder fordert Pfaff das räumliche Verstehen heraus, erzeugt subtile Spannungen des Reliefs oder der Intarsie. Dabei geht es weniger um Raumtiefe als um eine Raumimagination - so wie bei den frühen, noch nie gezeigten, kleinen Wandobjekten.



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Ausgabe 9  2014
Ausstellungen Jean Pfaff [17.08.14-07.09.14]
Institutionen Galerie Rössli [Balsthal/Schweiz]
Autor/in Eva Buhrfeind
Künstler/in Jean Pfaff
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