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9.2014




Lisl Ponger


von: Gisela Kuoni

  
Lisl Ponger · Die Tibeterin, aus der Serie Xenographische Ansichten, 1995, Schwarzweissfotografie, handkoloriert, 22x33 cm ©ProLitteris


Lisl Ponger setzt sich mit aussereuropäischer Kunst und Kultur auseinander, spürt Fremdes auf und zeigt gleichzeitig die erstaunliche Verflechtung der verschiedenen Szenarien. Nun ist die österreichische Künstlerin im Kirchner Museum mit Filmen, Installationen und inszenierten Fotografien aus den letzten zwanzig Jahren zu Gast. In ihrem Dialog mit der Kunstgeschichte behandelt sie Themen wie Migration, Globalisierung, koloniale Machtverhältnisse, Fremdheit. Für die ‹Xenographischen Ansichten› inszenierten ganz gewöhnliche Zeitgenossen - nicht in der weiten Welt, sondern daheim in Wien - ihre Sehnsüchte nach Fremdheit und Veränderung der eigenen Identität und wurden so zum Sujet von Pongers Fotografien. Weitere grosse, analoge fotografische Arbeiten umkreisen die enge Verflechtung von Kolonial- und Kunstgeschichte, die Einverleibung anderer Kulturen, auch deren Verfremdung. In Vitrinen aus dem fiktiven Museum für fremde und vertraute Kulturen (Mukul), das Ponger 2014 in der Wiener Sezession einrichtete, dokumentiert sie wie in einer ethnologischen Sammlung mit gefakten und originalen Statussymbolen unserer Gesellschaft und nicht ohne sarkastischen Humor «the vanishing middle class».



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Ausgabe 9  2014
Ausstellungen Lisl Ponger [25.05.14-09.11.14]
Institutionen Kirchner Museum Davos [Davos/Schweiz]
Autor/in Gisela Kuoni
Künstler/in Lisl Ponger
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