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9.2014




Dan Perjovschi


von: Pablo Müller

  
Dan Perjovschi · Shedhalle Zürich, 2014, Filzstift auf Papier auf Wand. Foto: Olga Stefan


Bereits seit über einem Jahrzehnt ist Dan Perjovschi weltweit in Kunstinstitutionen unterwegs und zeichnet mit einem schwarzen Filzstift in wenigen Strichen zeitkritische Kommentare direkt auf die Ausstellungswände. Nicht nur in der Tate Modern war so von der fortschreitenden Ökonomisierung des täglichen Lebens und der seit 9/11 verstärkten Militarisierung der Politik zu lesen. Auch im Museum of Modern Art in New York zeigte der Künstler seine ironischen bis bitter sarkastischen Zeichnungen auf der über vier Stockwerke reichenden Wand des Marron Atriums. Die Ausstellung ‹Drawing Protest› holt den Künstler nun aus dem Museum auf die Strasse und verortet seine Kunst im Umfeld aktueller sozialer Proteste. So fanden seine Zeichnungen den Weg auf Transparente und Protestplakate nicht nur in Rumänien. Zu dieser Verbreitung hat unter anderem die durch den Künstler initiierte Veröffentlichung seiner Zeichnungen über Facebook beigetragen. Perjovschi's anschauliche Arbeiten zeigen so eine mehrseitige Anschlussfähigkeit. Nicht nur gefallen sie dem an Handschrift und Wiedererkennbarkeit orientierten Kunstbetrieb. Auch finden sie leicht Eingang in das an einprägsamen Bildern interessierte, politaktivistische Milieu. Gerade diese Beweglichkeit zeichnet die Werke aus.



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Ausgabe 9  2014
Ausstellungen Dan Perjovschi [08.05.14-07.09.14]
Institutionen Shedhalle [Zürich/Schweiz]
Autor/in Pablo Müller
Künstler/in Dan Perjovschi
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