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Hinweis
10.2014




Kassel/Berlin : Helen Marten


von: Anne-Kathrin Auel

  
Helen Marten · Parrot Problems, 2014, Ausstellungsaufnahme Kassel


Im Fridericianum zeigt Helen Marten (*1985) in ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung in Deutschland Werke mit Alltagsgegenständen: Ein Teebeutel, der mit einer Stecknadel an einem Flokati befestigt ist; ein weisser Elektroschalter, verbunden mit einem Pfeifenputzer; eine künstliche Rose unter einem vertrockneten Ast; Waffeln aus Aluminium, mit Lavendelblüten bestreut. Auch wenn das Material verändert wurde, sind die Gegenstände erkennbar. Doch sind sie auch zu entschlüsseln? Die in London lebende Künstlerin fühlt sich wohl in Randbezirken, «wo sich die Dinge nicht mehr so klar benennen lassen» (Kat. Kunsthalle Zürich). Es ist problematisch, wenn Menschen etwas nachplappern wie ein Papagei, ohne nachzudenken oder die Bedeutung zu begreifen. Papageien haben wiederum Probleme mit der Käfighaltung, da sich die sozialen Tiere gerne im Schwarm bewegen. Den intelligenten Vögeln tut die Isolation nicht gut. Die Ausstellung ‹Parrot Problems› zeigt ästhetisch arrangierte Gebilde, deren Einzelteile dekontextualisiert sind und die sich kaum dechiffrieren lassen. Was uns im Alltag umgibt, was permanent verfügbar ist und was wir ständig nutzen, ist in Martens Übertragung nicht mehr so leicht konsumierbar.

Bis: 02.11.2014



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Ausgabe 10  2014
Ausstellungen James Benning, Lutz Dammbeck, Helen Marten [06.09.14-02.11.14]
Ausstellungen Helen Marten [18.09.14-01.11.14]
Institutionen Kunsthalle Fridericianum [Kassel/Deutschland]
Institutionen Johann König [Berlin/Deutschland]
Autor/in Anne-Kathrin Auel
Künstler/in Helen Marten
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