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Hinweis
10.2014




Solothurn : Ruedi Fluri


von: Sonja Gasser

  
Ruedi Fluri · Atelieraufnahme, 2014. Foto: Alexander Jaquemet


Papier und Karton geschnitten, gebogen und gefaltet - so nehmen die skulpturalen Objekte von Ruedi Fluri (*1948) die verblüffendsten Formen an. Der gelernte Industriedesigner bewegt sich entlang der Grenzen von Architektur, Design und Kunst. Nutzen und Funktionalität sind in seinen Faltarbeiten nur potenziell enthalten. Vielmehr steht das Spiel mit abstrakten Formen und Strukturen im Vordergrund, die stete Suche nach Möglichkeiten, wie die plane Fläche von Papier oder Karton in die Räumlichkeit überführt werden kann. Die Konstrukte erinnern an kühne Gestaltungsentwürfe für Fassaden zeitgenössischer Grossbauten oder Lampenschirme. Doch während Architektur- und Designbüros heute mittels Computersimulationen geometrisch knifflige Raumkörper berechnen, stellt Fluri Vergleichbares durch präzises Handwerk aus einfachem Material dar. Dauerhaften Objekten zieht er das Prozesshafte vor. So indem er die Ausführung bestimmter Faltobjekte als wiederholbar darstellt oder zur Realisation gewisser Arbeiten gerne Publikum beizieht. Besucherinnen und Besuchern kann es durchaus passieren, zu einem solchen Akt aufgefordert zu werden. Denn der Künstler, der vermehrt Aufmerksamkeit verdient hätte, hat zurzeit seinen Werkplatz in einen der Museumsräume verschoben.

Bis: 02.11.2014



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Ausgabe 10  2014
Ausstellungen Ruedi Fluri [23.08.14-02.11.14]
Institutionen Kunstmuseum Solothurn [Solothurn/Schweiz]
Autor/in Sonja Gasser
Künstler/in Ruedi Fluri
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