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Hinweis
11.2014




Liestal : Phillip Hofstetter


von: Christina Peege

  
Phillip Hofstetter · Pyramide der Inschriften, Palenque, Chiapas, Mexiko, 600-800 n. Chr.


Ein Ozean und ein Millennium trennen die Kulturen der Maya und der mediterranen Antike. Beide aber vermögen bis heute ihre Faszination auf Laien wie Wissenschaftler auszuüben. In einer Ausstellung stellt der Dokumentarfotograf und Künstler Phillip Hofstetter die erhaltenen Monumente einander gegenüber. Er wagt eine Gratwanderung zwischen Dokumentation und spielerischem Zugang. Denn die Ruinen - so lautet auch der Titel der Ausstellung - sind Projektionsflächen für zivilisationskritische Sehnsüchte nach einer intakten Welt, nach Spiritualität oder Exotik, sie sind aber auch Ort wissenschaftlicher Forschung und Dokumentation. Hofstetter wählt eine Panorama-Technik, um die Ruinen in ihrer Gesamtheit zu veranschaulichen. Seine 360-Grad Ansichten entstehen aus sich überlappenden Aufnahmen auf einem genau positionierten Stativ. Die Bilder bieten denn auch mehr Ein- als Ansichten: Sie hinterfragen die Klischees, die mit den antiken Kulturen verbunden sind. Die Bilder sind eine sinnliche Reise in die Vergangenheit, eine kritische Auseinandersetzung mit der Ruinenromantik und sie sind gleichzeitig ästhetische Positionen, die unabhängig von der Darstellung und den damit verbundenen historischen Informationen rezipiert werden können.

Bis: 09.11.2014



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Ausgabe 11  2014
Ausstellungen Phillip Hofstetter [31.10.14-09.11.14]
Institutionen Artworks Liestal [Liestal/Schweiz]
Autor/in Christina Peege
Künstler/in Phillip Hofstetter
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