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11.2014




Vaduz : Gary Kuehn


von: Kristin Schmidt

  
Gary Kuehn · Ausstellungsansicht Kunstmuseum Liechtenstein. Foto: Ines Agostinelli


«Butter in der Sonne. Was könnte fataler sein?» So notierte es Gary Kuehn 1966 in seinem Skizzenbuch. Der Kubus beginnt zu schmelzen, er verliert seine Gestalt, seine Strenge, der Körper verwandelt sich in Masse. Gary Kuehn lässt nicht nur die Butter schmelzen, bei ihm schmilzt die ganze Minimal Art, einschliesslich ihres autoritären, heroischen Ausdrucks: Die Geometrie wird menschlich und die ursprünglich klar gesetzte Geste sich selbst überlassen; Kuehn initiiert Prozesse und setzt auf Kontrollverlust. Bereits in den Sechzigerjahren stellte er sich mit seinen Arbeiten gegen rigide Formensysteme. Die Ausstellung im Kunstmuseum Liechtenstein legt einen Schwerpunkt auf diese frühen Werke. So wird in einem Raum des Hauses Kuehns Ausstellung von 1971 in der Neuen Galerie Aachen rekonstruiert. Im Vaduzer White Cube ergeben die Plastiken freilich ein anderes Bild als im barocken Ballsaal, aber nichtsdestotrotz zeigt ‹Between Sex and Geometry› wie Kuehn die Kunst seiner Zeit reflektiert hat und bis heute mit Form und Material experimentiert. Er stellt beide gegeneinander und inszeniert auch sonst manchen Gegensatz. Ins assoziationsreiche Spiel bringt die Ausstellung ausserdem die Zeichnungen und Gemälde und zeigt ein umfassendes Bild des Post-Minimalisten.

Bis: 25.01.2015



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Ausgabe 11  2014
Ausstellungen Gary Kuehn [19.09.14-25.01.15]
Institutionen Kunstmuseum Liechtenstein [Vaduz/Liechtenstein]
Autor/in Kristin Schmidt
Künstler/in Gary Kuehn
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