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Hinweis
11.2014




Zürich : Conrad Meier und Jens Trimpin


von: Kathrin Frauenfelder

  
Conrad Meier · O.T., 2012, Tusche auf Papier, 56x76 cm


Manche Künstler sind ein Geheimtipp. Sie fallen in der Öffentlichkeit nicht auf, da sie zurückgezogen, zäh und kontinuierlich an ihrem Werk arbeiten. Zu ihnen zählt der Zürcher Conrad Meier, der zurzeit zusammen mit dem deutschen Bildhauer Jens Trimpin in der Galerie Anna Wenger ausstellt. Dies ist ein Glücksfall, denn beide Künstler thematisieren prozesshaft, mit viel Feingefühl und handwerklichem Geschick die künstlerischen Mittel. Beide sind Magier im Umgang mit der Entschleunigung. Zu den bevorzugten Werkstoffen von Meier zählt farbige Tusche, die er konzentriert mit breiten Pinselstrichen Schicht für Schicht auf stark saugfähiges Büttenpapier aufträgt. Mit gerade drei Farben, mit Rot, Gelb und Blau, die er für jedes Blatt neu anrührt, realisiert er Farbräume von seltener Intensität. Jedes Blatt ist anders. An den Rändern ist ablesbar, dass selbst Weiss ein komponierter Farbton ist. Die Entstehungsgeschichte notiert Meier für jedes Blatt in einem detaillierten Protokoll. Parallel zu den farbigen Blättern sind schwarze Tuscharbeiten einzeln und in Serien zu sehen, bei denen Meier mit vorgegebenen Pinselbreiten lineare Raster und harmonische Punktebilder malt, die überraschend lebendig und kontrastreich sind. Jens Trimpins reduzierte Marmor- und Granitskulpturen ergänzen Meiers Arbeiten auf harmonische Weise.

Bis: 08.11.2014



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Ausgabe 11  2014
Ausstellungen Conrad Meier, Jens Trimpin [28.08.14-08.11.14]
Institutionen Galerie Wenger [Zürich/Schweiz]
Autor/in Kathrin Frauenfelder
Künstler/in Conrad Meier
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