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Hinweis
11.2014




Winterthur : Édouard Vuillard


von: Nicola Schröder

  
Edouard Vuillard, geb. 1868, gest. 1940 Grand-mère et enfant au lit bleu, 1899 Ölfarben auf Karton Kunstmuseum Winterthur


Rund um die Arbeiten Édouard Vuillards in der Sammlung des Kunstmuseums Winterthur ist eine Ausstellung mit Blick auf die Eigenarten und Entwicklungsstränge in dessen Werk entstanden. Vor allem die frühen Interieurs Vuillards sind geprägt von der Nähe zu Künstlerkollegen der ‹Nabis›. Vuillard schloss sich 1890 der Gruppierung an, die sich zum Fin de siècle von Gauguin inspiriert in Paris fand. In Darstellungen der häuslichen Privatsphäre verbanden die Beteiligten ein farbintensives expressives Ausdruckstreben mit der Formensprache des japanischen Farbholzschnitts. Dank der punktuellen Gegenüberstellung mit motivgleichen Arbeiten von Félix Vallotton und Pierre Bonnard, sind Übereinstimmungen wie individuelle Unterschiede nachzuvollziehen. Bei Vuillard fällt neben der betonten Farbigkeit und den konturlosen Übergängen besonders ein sehr freier Duktus auf. Raumteile und Gegenstände sind als aufeinandertreffende Ornamentzonen arrangiert. Personen tauchen schemenhaft aus der Umgebung hervor. Meist wirken sie isoliert und in ihre Tätigkeiten versunken.
Später traten zu Vuillards Motivkreis zunehmend Landschaftsdarstellungen hinzu. Die jüngste Gruppe von Bildern der Ausstellung (1909-1910) zeigt Szenen aus der Bretagne, in denen Vuillard vorübergehend grösser und im Gestus noch freizügiger wurden.


Bis: 23.11.2014



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Ausgabe 11  2014
Ausstellungen Édouard Vuillard [24.08.14-23.11.14]
Institutionen Kunst Museum Winterthur [Winterthur/Schweiz]
Autor/in Nicola Schröder
Künstler/in Édouard Vuillard
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