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Artikel
SWISS ART AWARDS 2014


 ASYNCHRON I-X, (ab 2013) behandelt die ­Geschichte der Nukleartechnik. Jede Episode ­behandelt ein konkretes Ereignis oder Nicht-Ereignis und umfasst eigene Bilder und vorgefundenes Material. Sie untersucht unter anderem die jeweiligen Bildwelten auf ihren didaktischen oder ideologischen Einsatz.
Asynchron I: Rote Mirage S (1958)
Zwei Bilder einer vergrösserten Postkarte von Schweizer Mirage Kampfjets. Der Pilot der einen schaut in die Kamera des Co-Piloten der zweiten Mirage, einer zweisitzigen.
Mirage, oder der Traum, mit der Bombe nach Moskau zu fliegen. Um die Besetzung Europas durch die Sowjetunion zu verhindern, wollte die Schweizer Militärführung trotz Neutralität mit schnellen Mirage-Kampfjets präventive Atombomben bis über Moskau abwerfen können.
Asynchron III: Zwentendorf - The Missing 20 Minutes, (1978)
In Zwentendorf/Österreich wurde 1978 ein Atomkraftwerk fertiggestellt, durfte aber nie in Betrieb genommen werden. Die Regierung Kreisky organisierte eine Volksabstimmung, doch 50,47 % verweigerten die Betriebsbewilligung. Zur Inbetriebnahme fehlten damals nur etwa 20 Minuten, solange wie es dauert, um die Brennstäbe in den Reaktor abzusenken. 35 Jahre später vollendet eine computergesteuerte Kamera, montiert auf der Absenkvorrichtung für Brennstäbe, diese fehlenden 20 Minuten - eine Reise zum Ort der verhinderten Kernspaltung.
Während der Fahrt ins Reaktorinnere schwenkte die Kamera horizontal um 90° nach unten und vertikal je 45° nach links und rechts. Dabei nahm sie alle 4 Sekunden ein Bild auf, total 289. Diese wurden anschliessend chronologisch aneinandergereiht.


Jules Spinatsch

Schweizer Kunstpreise

  
links: Asynchron I: Rote Mirage S (1958) 2 Inkjet-Prints, Messingrahmen, UV-Glas, 2014
rechts: Asynchron I: Rote Mirage S (1958) 2 Inkjet-Prints, Messingrahmen, UV-Glas, 2014 Asynchron III: Zwentendorf - The Missing 20 Minutes (1978) Inkjet-Print, 2014


Describe your work in five words.
Trying to find out how images work.

Why did you apply and what will you do if you win the Schweizer Kunstpreis?
Make a party and continue working.

What is your favourite work of art?

It depends how I wake up.

Where do you come from, where are you now, where are you going?
I am going to have swim in the Limmat.


1964 Geboren in Davos. Lebt und arbeitet in Zürich·1986-1993 Electrotechnics HTL Buchs and Sociology University of Zurich·1993-1994 ICP International Center of Photography, New York, Documentary Photography Program

Einzelausstellungen (Auswahl):
2010 Karlsplatz Wien, KöR, VIENNA MMIX - CIRCULAR ­PANORAMA·2011 Blancpain Art Contemporain, Geneva, B·2013 Halbautomat Galerie Luciano Fasciati, Chur

Gruppenausstellungen (Auswahl):
2010 Exposed: Voyeurism, Surveillance, and the Camera since 1870, TATE Modern London and SFMoMA, Museum of Modern Art, San Francisco and Walker Art Center, Minneapolis (Kat.)
2010 Portrait and Power, Palazzo Strozzi, Firenze (Kat.)·2012 New York: The shaping of new visions, from 1910 to today, MoMA, The Museum of Modern Art, New York·2012 Status,
24 Dokumente von heute, Fotomuseum Winterthur (Kat.)·2013 Drohne - The automated image, Mois de la Photo à Montreal

Auszeichnungen/Preise (Auswahl):
2010 Honorary appreciation, international competition of the Stiftung Buchkunst in Leipzig, Germany·2012 DU - Magazin/Greenspeace Photo Award, price of the jury·2013 City of Zurich Art Award·2013 UBS Art Award·2014 Swiss Art Award, Swiss Federal Office of Culture



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Ausgabe 14  2014
Künstler/in Jules Spinatsch
Link http://jules-spinatsch.ch
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