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Artikel
SWISS ART AWARDS 2014


 Der Titel «Die Welt ist Ich» formuliert bereits ein Grundthema in Selina Baumanns Arbeit: Eine präzise Abgrenzung zwischen dem Selbst und der Welt ist diffizil, da jeder Mensch in stetem Austausch mit seiner Umgebung begriffen ist und deshalb immer aufs Neue um seine Identität ringen muss. Dieser fliessende Übergang zwischen Innen und Aussen findet sich auch in geometrischen Objekten wie der Kleinschen Flasche wieder, bei der eine einzige Fläche mittels einer Öffnung und ­einer Selbstdurchdringung einen plastischen Körper bildet. Baumann überträgt dieses abstrakte Konzept in eine Gitterstruktur aus unglasiertem Ton, deren skelettartige Form einerseits organisch ist, andererseits aber auch an computergenerierte ­Visualisierungen erinnert. In verkümmerten Torsi, denen verschlungene Gedärme entwachsen, nimmt sie das Thema der Durchlässigkeit von Körpern wieder auf. Sarah Wiesendanger


Selina Baumann

Kiefer Hablitzel Preis

  
Die Welt ist ich 13 Texte, 5 Keramiken, 2012-2014




1988 Geboren in Wattwil. Lebt und arbeitet in Hamburg·2011-2014 Hochschule für bildende Künste Hamburg, Hamburg, Master of fine Arts·2008-2011 Zürcher Hochschule der Künste - Bildende Kunst, Zürich, Bachelor of fine Arts·2007-2008 Zürcher Hochschule der Künste, Zürich, Vorkurs

Gruppenausstellungen:
2011 Selina Baumann, Frédérique Loutz, Sandra Vásquez de la Horra, Katz Contemporary, Zürich·2012 BRUT: Beyond the Outline, MACT/CACT, Bellinzona·2013 Lilith, Katz ­Contemporary, Zürich·2014 Be Water My Friend, Westwerk, Hamburg (Kat.)

Auszeichnungen/Preise:
2013 Hauptförderpreis der Kunst- und Kulturstiftung, Heinrich Danioth



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Ausgabe 14  2014
Künstler/in Selina Baumann
Link http://selinabaumann.com
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